{"id":19332,"date":"2026-11-04T08:31:58","date_gmt":"2026-11-04T07:31:58","guid":{"rendered":"https:\/\/andrei.ddev.site\/salesianische-gesellschaft\/wappen\/"},"modified":"2026-11-04T08:31:58","modified_gmt":"2026-11-04T07:31:58","slug":"wappen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sdb-staging.178-32-140-152.plesk.page\/de\/salesianische-gesellschaft\/wappen\/","title":{"rendered":"Wappen"},"content":{"rendered":"<p class=\"section-eyebrow\"><strong>Die Salesianische Kongregation in der Welt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das salesianische Wappen<\/strong><\/p>\n<p>Das salesianische Wappen ist eines der bedeutsamsten Zeichen der Identit\u00e4t der Salesianischen Kongregation. Es ist nicht nur ein institutionelles Emblem und auch kein blo\u00dfes Zugeh\u00f6rigkeitszeichen: Es ist eine bildliche Zusammenfassung des Charismas Don Boscos, seines geistlichen Programms und der Sendung, die den Salesianern in Kirche und Welt anvertraut ist.<\/p>\n<p>Mit seinen Symbolen bringt das Wappen das Herz der salesianischen Berufung zum Ausdruck: f\u00fcr Gott und f\u00fcr die jungen Menschen zu leben, besonders f\u00fcr die \u00e4rmsten und verlassensten, nach dem von Don Bosco gew\u00e4hlten Wahlspruch: <strong>Da  mihi animas, cetera tolle<\/strong> \u2013 \u201eGib mir Seelen, alles andere nimm\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ursprung des Wappens<\/strong><br \/>\n  Die von Don Bosco am 18. Dezember 1859 gegr\u00fcndete Salesianische Kongregation hatte anfangs kein offizielles Wappen. In den ersten Jahren verwendete man f\u00fcr das Siegel der Gesellschaft das Bild des heiligen Franz von Sales, des Patrons der Kongregation, zusammen mit einer lateinischen Inschrift, welche die Fromme Salesianische Gesellschaft bezeichnete. Der damals verwendete Wahlspruch lautete: <strong>Discite  a me quia mitis sum<\/strong> \u2013 \u201eLernt von mir; denn ich bin g\u00fctig\u201c, ein Bezug auf das Evangelium, der ganz dem Geist der G\u00fcte, Sanftmut und pastoralen Liebe des heiligen Franz von Sales entspricht.<br \/>\n  Die Notwendigkeit eines offiziellen Wappens ergab sich 1884 beim Bau der Herz-Jesu-Basilika in Rom, die Papst Leo XIII. Don Bosco anvertraut hatte. Man hielt es f\u00fcr angebracht, neben den Wappen der P\u00e4pste Pius IX. und Leo XIII. auch das salesianische Wappen anzubringen. Der erste Entwurf wurde am 12. September 1884 von Don Antonio Sala dem Oberkapitel vorgelegt. Die Zeichnung stammte von Professor Boidi, Lehrer f\u00fcr technisches Zeichnen am Collegio San Giovanni Evangelista in Turin und Mitarbeiter der Salesianer.<br \/>\n  Der Entwurf enthielt bereits die wesentlichen Elemente des heutigen Wappens: den Anker, das brennende Herz, den heiligen Franz von Sales, den Stern, den Wald, die Berge, die Palme, den Lorbeer, die Rosengirlande, das Kreuz und den Wahlspruch. Don Bosco griff pers\u00f6nlich in einige Details ein, insbesondere indem er den Stern an der Spitze des Schildes durch ein strahlendes Kreuz ersetzte. Der Stern wurde in Form eines Kometen beibehalten und \u00fcber dem Herzen angebracht.<br \/>\n  Das offizielle Wappen erschien zum ersten Mal im Rundbrief Don Boscos vom 8. Dezember 1885, dem Fest der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis der allerseligsten Jungfrau Maria. Seitdem ist es im Wesentlichen das heraldische Zeichen der Salesianischen Kongregation geblieben.<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Bedeutung<\/strong><br \/>\n  Das salesianische Wappen vereint in einem einzigen Bild die g\u00f6ttlichen Tugenden, das Gedenken an den Gr\u00fcnder, den Bezug auf den Patron der Gesellschaft und die geistliche Ausrichtung der salesianischen Sendung.<br \/>\n  Der Stern, der Anker und das Herz stehen jeweils f\u00fcr Glaube, Hoffnung und Liebe. Der heilige Franz von Sales verweist auf den apostolischen Stil der G\u00fcte und Freundlichkeit. Der Wald erinnert an Don Bosco und seine Herkunft. Die Berge weisen auf den Ruf zur Heiligkeit hin. Palme und Lorbeer rufen den Lohn in Erinnerung, der einem treuen, opferbereiten und tugendhaften Leben verhei\u00dfen ist. Die Rosengirlande erinnert an die Sch\u00f6nheit und die M\u00fchen der Sendung. Das Kreuz an der Spitze richtet alles auf Christus aus, Quelle und Vollendung der salesianischen Berufung.<\/p>\n<p><strong>Der Stern: der Glaube<\/strong><br \/>\n  Der Stern ist Symbol des Glaubens, Licht, das den Weg weist. In der christlichen Tradition verweist er auf die Gegenwart Christi, des Lichts der Welt und F\u00fchrers der Menschheit. Im salesianischen Wappen zeigt der Stern, dass das erzieherische und pastorale Werk nicht aus einem blo\u00df menschlichen Plan entsteht, sondern aus dem Glauben an Gott und aus dem Wunsch, die jungen Menschen zur Begegnung mit ihm zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Der Anker: die Hoffnung<\/strong><br \/>\n  Der Anker in der Mitte des Schildes steht f\u00fcr die Hoffnung. Wie der Anker in der Seefahrt inmitten der Wellen Halt gibt, so st\u00fctzt die christliche Hoffnung das Herz in den Pr\u00fcfungen, M\u00fchen und Unsicherheiten der Geschichte.<br \/>\n  In der salesianischen Tradition erinnert der Anker daran, dass Erziehen immer ein Akt der Hoffnung ist: Hoffnung auf Gott, auf die jungen Menschen und auf das Gute, das auch in den verletzlichsten Situationen wachsen kann.<\/p>\n<p><strong>Das Herz: die Liebe<\/strong><br \/>\n  Das brennende Herz ist Symbol der pastoralen Liebe. Es erinnert an die gl\u00fchende Liebe Christi und an die v\u00f6llige Selbsthingabe, die das Leben Don Boscos kennzeichnete.<br \/>\n  Die salesianische Sendung entsteht nicht in erster Linie aus einer Organisation, sondern aus einem Herzen, das f\u00fcr Gott und f\u00fcr die jungen Menschen brennt. Das Herz im Wappen dr\u00fcckt eine konkrete, tatkr\u00e4ftige, erzieherische und missionarische Liebe aus, die vor allem denen nahe sein kann, die arm, allein oder verlassen sind.<\/p>\n<p><strong>Der heilige Franz von Sales<\/strong><br \/>\n  Die Gestalt des heiligen Franz von Sales erinnert an den Patron der Kongregation. Don Bosco wollte, dass seine S\u00f6hne sich Salesianer nennen, gerade um sich auf die G\u00fcte, Freundlichkeit, Geduld und apostolische Liebe des heiligen Bischofs von Genf zu berufen.<br \/>\n  Feder und Blatt, die sein Bild begleiten, erinnern auch an die Bedeutung des Apostolats der Presse, der guten Lekt\u00fcre und der volkst\u00fcmlichen Verbreitung christlicher Kultur. Don Bosco ma\u00df der Kommunikation gro\u00dfen Wert bei und wollte, dass auch das geschriebene Wort ein Werkzeug der Evangelisierung und der Erziehung sei.<\/p>\n<p><strong>Der Wald<\/strong><br \/>\n  Der Wald im unteren Teil des Schildes erinnert unmittelbar an den Familiennamen des Gr\u00fcnders (ital. \u201ebosco\u201c = Wald). Es handelt sich jedoch nicht nur um eine Anspielung auf den Namen. Er verweist auf die bescheidenen und von der Vorsehung gepr\u00e4gten Wurzeln Don Boscos, auf seine b\u00e4uerliche Herkunft, auf die Einfachheit seiner Familie und auf die konkrete Geschichte, aus der die salesianische Sendung hervorging.<br \/>\n  Im Wald wird das Ged\u00e4chtnis der Anf\u00e4nge bewahrt: eine Berufung, die in Armut, Arbeit, schlichtem Glauben und in den Tr\u00e4umen Gottes gereift ist.<\/p>\n<p><strong>Die Berge<\/strong><br \/>\n  Die Berge, die sich hinter dem Wald erheben, bezeichnen die Gipfel der christlichen Vollkommenheit, nach denen jeder Salesianer streben soll. In der biblischen und geistlichen Tradition ist der Berg ein Ort der Begegnung mit Gott, ein Bild des Aufstiegs, der L\u00e4uterung und der Heiligkeit.<br \/>\n  Im salesianischen Wappen erinnern sie daran, dass die erzieherische Sendung nicht vom geistlichen Leben getrennt werden kann. Der Salesianer ist zur Heiligkeit mitten in der Sendung berufen, indem er seine Weihe unter den jungen Menschen und f\u00fcr sie lebt.<\/p>\n<p><strong>Die Palme und der Lorbeer<\/strong><br \/>\n  Palme und Lorbeer, die am Fu\u00df des Schildes miteinander verflochten sind, sind Zeichen des Sieges, der Treue, des Opfers und der Herrlichkeit. Die Palme erinnert an das Martyrium, die Beharrlichkeit und den Sieg Christi \u00fcber den Tod. Der immergr\u00fcne Lorbeer ist Symbol der Ehre, des Friedens und der Unsterblichkeit.<br \/>\n  Zusammen zeigen sie, dass das salesianische Leben Frucht bringt, wenn es hingegeben wird. Die apostolische Fruchtbarkeit entsteht aus der Treue, dem Opfer und der Bereitschaft, das eigene Leben f\u00fcr das Wohl der jungen Menschen und f\u00fcr das Reich Gottes einzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Die Rosengirlande<\/strong><br \/>\n  Die Rosengirlande an der Spitze des Schildes erinnert an die Sch\u00f6nheit der salesianischen Berufung und zugleich an ihre Anspr\u00fcche. Sie kann im Licht des bekannten Traums von der Rosenlaube gelesen werden: Die Rosen stehen f\u00fcr die Freude, die Verhei\u00dfung und die Fruchtbarkeit der Sendung; die Dornen erinnern an die M\u00fche, das Opfer und die Geduld, die n\u00f6tig sind, um sie treu zu leben.<\/p>\n<p>Die salesianische Sendung ist hell und froh, aber nicht ohne Kreuz. Don Bosco lehrt, beide Dimensionen zusammenzuhalten: die Sch\u00f6nheit der Hingabe und den Preis der Liebe.<\/p>\n<p><strong>Das Kreuz<\/strong><br \/>\n  An der Spitze des Wappens befindet sich das strahlende Kreuz. Es ist kein blo\u00dfer Schmuck, sondern die geistliche Mitte des gesamten Emblems. Alle Elemente des Wappens finden im Kreuz ihre tiefste Bedeutung.<br \/>\n  Glaube, Hoffnung, Liebe, salesianische G\u00fcte, erzieherische Sendung, Aufstieg zur Heiligkeit und Hingabe des Lebens sind auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus ausgerichtet. Das Kreuz erinnert daran, dass das salesianische Werk ihm geh\u00f6rt und von ihm Kraft, Licht und Fruchtbarkeit empf\u00e4ngt.<\/p>\n<p><strong>Der Wahlspruch: Da mihi animas, cetera tolle<\/strong><br \/>\n  Der Wahlspruch <em>Da mihi animas, cetera  tolle<\/em> \u2013 \u201eGib mir Seelen, alles andere nimm\u201c \u2013 ist die h\u00f6chste Zusammenfassung des salesianischen Geistes. Don Bosco wollte ihn im Wappen haben, weil er darin das Programm seines eigenen Lebens und der seinen S\u00f6hnen anvertrauten Sendung erkannte.<br \/>\n  Diese Worte dr\u00fccken den absoluten Vorrang des Heils der Menschen aus. Sie verlangen, die jungen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, ihre W\u00fcrde, ihr menschliches und christliches Wachstum, ihre ewige Bestimmung. Alles andere \u2013 Ansehen, Bequemlichkeit, pers\u00f6nliche Interessen, Sicherheiten \u2013 tritt in den Hintergrund.<br \/>\n  Der Wahlspruch ist keine schm\u00fcckende Formel, sondern ein geistliches Verm\u00e4chtnis. Er bestimmt das Herz der salesianischen Berufung: ganz Gott zu geh\u00f6ren, um sich ganz den jungen Menschen zu schenken.<\/p>\n<p><strong>Die heutige Bedeutung des Wappens<\/strong><br \/>\n  Bis heute bewahrt das salesianische Wappen seine symbolische Kraft unver\u00e4ndert. Es erinnert die Kongregation an ihren Ursprung, ihre Identit\u00e4t und ihre Sendung. Es l\u00e4dt jeden Salesianer ein, in Glaube, Hoffnung und Liebe zu leben; Christus auf dem Weg des Kreuzes zu folgen; die apostolische G\u00fcte des heiligen Franz von Sales nachzuahmen; das Herz Don Boscos zu bewahren; die Heiligkeit im erzieherischen und pastoralen Dienst zu suchen.<br \/>\n  Das salesianische Wappen ist nicht nur ein Erkennungszeichen. Es ist Ged\u00e4chtnis, Identit\u00e4t und Sendung. Es ist ein Verm\u00e4chtnis an die Kongregation und an alle, die das Charisma Don Boscos teilen: Seelen suchen, den jungen Menschen dienen, alles aus Liebe zu Gott hingeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Salesianische Kongregation in der Welt Das salesianische Wappen Das salesianische Wappen ist eines der bedeutsamsten Zeichen der Identit\u00e4t der Salesianischen Kongregation. 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